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Projektbeschreibung (4a
– Klasse der VS Krems-Lerchenfeld) 1.Projektidee: Die
Schülerinnen und Schüler meiner 4.Klasse sind seit der ersten
Schulstufe daran gewöhnt, an Projekten – speziell im Bereich EDV
teilzunehmen (zu finden unter: http://www.vskrems-lerchenfeld.ac.at
). So
kam bereits zu Schulbeginn seitens der Schüler die Frage auf, was wir
denn heuer machen würden. Natürlich sollte es wieder etwas sein, dass
mit EDV zu tun hat. In Anbetracht der Tatsache, dass in einer 4. Klasse
Volksschule das eigene Bundesland
Thema Nummer 1 im Sachunterricht ist, machte ich den Kindern den
Vorschlag, etwas zu machen, das mit dem Begriff Heimat zu tun hat. Versuch
Nummer 1 und warum er nicht
funktionierte: (Dies
nur als kleine Vorgeschichte) Das
Projekt sollte den Titel „Meine
Heimatstadt einst und jetzt“ haben. Die Kinder sollten also eine
Gegenüberstellung ausarbeiten. Wie
war das Leben früher, wie ist es heute. Wie haben meine Großeltern
gelebt? Was hat sich verändert, was ist besser oder schlechter geworden…. Bereits
der erste Auftrag, den ich den Kindern erteilte, erwies sich als nicht
wirklich durchführbar. Sie sollten Unterlagen über Krems mitbringen,
alte Bilder, alte Bücher, etc…. Die
Ausbeute hielt sich in Grenzen. Von
vielen Schülerinnen und Schülern kam die Aussage, dass sie zu Hause
nichts hätten. Alle Kinder meiner Klasse, deren ursprüngliche Heimat
ganz wo anders ist, wirkten eher verzweifelt. Woher sollten sie auch
Unterlagen beschaffen? Manche Familien sind noch nicht einmal 10 Jahre
in Österreich. Über ihre eigene Heimat zu berichten, war vielen auch
nicht möglich, weil sie sie mitunter ja gar nicht kannten. Ich hatte
das Gefühl, dass sich gerade diese Kinder ausgeschlossen fühlten, und
das wollte ich auf gar keinen Fall unterstützen, denn es hätte eine
Gruppenbildung zur Folge gehabt, gegen die ich in den letzten drei
Jahren gekämpft habe. Doch
ganz aufgeben wollte ich noch nicht. Ich forderte die Kinder auf, eine
kurze Selbstbeschreibung zu verfassen und dabei auch auf den Begriff
Heimat einzugehen. Was bedeutet Heimat für dich? Was verbindest du mit
diesem Wort? Erstaunlicherweise tauchte bei keinem einzigen Schüler die
Heimatstadt Krems namentlich auf. Heimat sei Geborgenheit, glückliche Familie,
Freunde, Glück, Wohlbefinden…. Viele
Gespräche in weiterer Folge zeigten mir, dass sich das Interesse der
Kinder, an dem, was einmal gewesen ist, in Grenzen hält, sofern es sich
nicht um „gruselige Schauergeschichten“ über die „strengen
Lehrer“ von gestern oder um reißerische Stories über das wilde Leben
im Mittelalter handelt,
etc… Kinder in diesem Alter leben noch in der Gegenwart und nur diese
zählt. Das „Früher“ ist für sie nicht greifbar und daher nicht
wichtig – sie leben jetzt und genau das, was im Moment geschieht,
beschäftigt sie. Sie wollen gute Freunde, eine intakte Familie, sie
wollen sich geborgen fühlen und Spaß haben. Ergo:
Die Kinder verloren das Interesse an der Projektidee und ich musste nach
etwas anderem suchen, etwas, das die Gemeinschaft fördert, das alle
gleichermaßen betrifft und jeden interessiert. Jedes
Kind sollte von der gleichen Ausgangsposition ausgehen können, es
sollten verschiedene Arbeitsbereiche angesprochen werden und das Projekt
sollte doch etwas mit Heimat zu tun haben. Versuch
Nummer 2: Die
zweite Idee, die schließlich auch zum Ziel führte, war die Idee eines
„Werkes“ über unser Bundesland Niederösterreich. „Wir
machen heuer ein Lexikon über Niederösterreich!“ Dieser
Vorschlag fand sofort Zustimmung. Die Kinder konnten mit dem Begriff
Lexikon etwas anfangen. Ein Buch haben sie in der zweiten Klasse schon
erstellt. Das Vorwissen zum Thema Bundesland war ebenfalls gegeben. So
blieben wir dabei und machten uns an die Arbeit. 2.Projektziele: Da
die Erstellung eines Lexikons eine äußerst umfangreiche
Themenstellung ist, zeigt sich hier die Zielsetzung auch als sehr
umfangreich. Die
Schülerinnen und Schüler sollten:
3.Durchführung
1: Lexikon Schritt
1:
Erstellen der Buchstaben Die
Kinder schauten sich einige Lexika an um den Aufbau eines solchen zu
begreifen. Da ein Lexikon nach dem Alphabet aufgebaut ist, brauchten wir
Buchstaben. Diese sollten besonders schön werden. Malen
macht den meisten Kindern Freude und so fertigten sie im Nu schöne
Filzstiftzeichnungen an. Die fertigen Bilder wurden von mir eingescannt
und gespeichert. Anschließend
ging es daran, die Werke zu bearbeiten. Mit einer Shareware Version des
Programms Paint Shop wurde das Aussehen der Zeichnungen so verändert,
dass man die Filzstiftzeichnung als solches nicht mehr erkennen konnte.
Das machte den Kindern großen Spaß und ich musste darauf achten, dass
sie nicht zu viel Zeit damit verbrachten, herumzuexperimentieren und unzählige
Möglichkeiten auszuprobieren. Da
dies eigentlich nicht Gegenstand des Projekts an sich ist, möchte ich
jetzt darauf verzichten, die einzelnen Schritte im Grafikprogramm zu
beschreiben, da dies den Rahmen der Projektbeschreibung sprengen würde.
Tatsache ist, dass die Buchstaben sehr gelungen sind.
Filzstiftzeichnungen
Bearbeitete Bilder
Jasmin beim Malen
Philipp, Saskia, Melanie und Verena
Schritt 2: Verfassen der Selbstbeschreibungen Im
Schüler – Lehrer – Gespräch einigten wir uns darauf, dass
sich die Kinder auf den ersten Seiten des Lexikons vorstellen
sollten. Hier konnten wir größtenteils die im ersten, fehlgeschlagenen
Projektversuch erstellten Selbstbeschreibungen übernehmen. Die
Schüler arbeiteten hier vorwiegend in freien
Unterrichtsphasen, nacheinander, da wir nur 2 PCs in der Klasse zur
Verfügung haben. Die
Texte wurden als Erstentwurf in den Computer eingegeben. Das heißt, die
Kinder nahmen die von mir überarbeiteten Konzepte und gaben die Texte
teilweise ein. Teilweise deswegen, damit sie auf der einen Seite das Gefühl
bekamen, es selbst gemacht zu haben, und auf der anderen Seite nicht überfordert
wurden. Den größten Teil der Texte diktierten sie mir und ich gab sie
ein. Der Grund dafür ist einfach:
Schritt
3: Zu einer Selbstbeschreibung
gehört auch ein Bild Wir
hätten einfache Fotos nehmen können, doch das wäre zu einfallslos
gewesen – unser Lexikon sollte schließlich etwas Besonderes werden.
Also tauchte die Frage auf, wie sich die Kinder selbst so darstellen
konnten, dass man sie auch erkennen konnte. Wir machten folgendes: Ich
fotografierte jedes Kind einzeln mit der Digitalkamera und druckte dann
die Bilder in DIN-A4 Größe aus. Diese steckten wir in Klarsichthüllen
und zogen die Umrisse mit einem Permanentmarker nach. (Diese
„Technik“ war den Kindern aus unserm vorigen Projekt bekannt –
damals erstellten wir auf diese Weise Ausmalbilder von berühmten Gemälden). Die
fertigen Zeichnungen wurden dann eingescannt und mittels
Bildbearbeitungsprogramm verschönert. Die Kinder arbeiteten vorwiegend
mit Füllwerkzeugen, etwas das ihnen schon von Bildnerischer Erziehung
in der ersten Klasse bekannt war. Hier
zeigte sich die Projekterfahrung der vergangenen Jahre – es reichte, ein oder zwei
Kindern die Vorgehensweise zu erklären. Diese wurden dann sofort zum Multiplikator
und halfen den anderen. Natürlich war es von meiner Seite notwendig, besonders beim Nachzeichnen der Konturen, den Kindern helfend unter die Arme zu greifen. (Welche Linie soll ich jetzt nachziehen? Den Mund kann ich aber nicht! Etc… Es kam hier nicht selten vor, dass der erste Versuch entsorgt werden musste. J) Hier
zwei Beispiele der
Selbstportraits:
Vera,
Larisa und Verena bei der Arbeit
Auf
der Suche nach Begriffen, die zu Niederösterreich passen und auch
wichtig sein könnten….oder, wir
nehmen die erste Hürde J….
Die
Kinder arbeiteten meist zu zweit zusammen. Man konnte unschwer erkennen,
dass sich das Suchen in manchen Fällen als gar nicht so leichte Übung
erwies. Was
ist denn nun wirklich wichtig? Berücksichtigt
man, dass das Grundwissen der Kinder über ihr Heimatland bei weitem
nicht flächendeckend ist, kann man sich ungefähr vorstellen, wie
schwer es hier ist, Wichtiges von eher Unwichtigem zu unterscheiden.
Angenommen Sie wären in medizinischem Bereich ein Laie – Sie würden
wahrscheinlich mit dem Begriff Aorta etwas anfangen können, aber würden
Sie denn wissen, ob der Begriff Cholesteatom tatsächlich nennenswert
ist, oder nicht? J
Ungefähr genauso ging es dabei den Kindern. Sie arbeiteten ohne Unterlass, vorwiegend mit den Niederösterreich-Landkarten. Und was ich letztendlich erhielt, waren endlose Listen von Begriffen. Die Kinder schrieben alles auf, was sie nur finden konnten, alle Ortschaften, jeder auch noch so kleine Schriftzug auf der Karte wurde notiert. Das
heißt: Hier
war eine Nachbehandlung notwendig! Ich
ging also mit jeder Schülergruppe die Begriffe nochmals durch und wir
filterten gemeinsam aus. Übrig blieb eine Liste, die in den Computer
eingegeben wurde, und trotz aller Filter ziemlich lang war. Schritt
5:
Das Ausarbeiten der Begriffe
oder … „Der
härteste Brocken des Projekts“ Die
Kinder arbeiteten in den Gruppen weiter. Es war zu Beginn natürlich
notwendig, den Kindern gewisse Richtlinien
vorzugeben. Was
soll ein Sachtext im Lexikon ungefähr beinhalten? Wie
lange soll er sein? Wo
bekommt man denn die Information her? Wie
findet man im Internet eine passende Information? Wie
druckt man sie aus? Gibt
es noch andere Informationsquellen? ....... Jede
Gruppe legte ein Projektheft
an, in das erst einmal alle zu bearbeitenden Begriffe geschrieben
wurden. Das
war leicht. J
Dann
ging’s an die Ausarbeitung! Ich ließ die Kinder die ersten Begriffe völlig
alleine bearbeiten. Die Ergebnisse waren im wahrsten Sinne des Begriffes
verblüffend!! J
(Doch leider nicht wirklich zu gebrauchen – was ich auch angenommen
hatte.) Ich erhielt seitenlange „Geschichten“, teilweise in einem
Deutsch, das sogar mir zu hoch erschien, wissenschaftliche
Studienergebnisse, geologische Forschungsberichte aus der Jurazeit,
geschichtliche Abhandlungen über die Bedeutung der Monarchie …..
kurzum: erheiternd!! Was
hatten meine Schützlinge hier nur getan? Ganz
einfach: Sie
haben Wichtiges von Unwichtigem, Passendes von Nichtpassendem nicht
unterschieden. Viele von ihnen gingen den Weg des geringsten
Widerstandes, indem sie das anstrengende Lesen gegen das doch viel
weniger anstrengende Abschreiben tauschten. „Kann doch nur etwas Tolles sein, wenn es so lang ist – und außerdem
kann ja im Internet kein Blödsinn stehen“….. Es
war also Zeit, den Kindern genau zu erklären, wie sie es besser machen
konnten. Ich machte sie auf die richtige
Informationsquelle aufmerksam, zeigte ihnen, wo man die richtigen
Dinge findet. Ich
versuchte, Ihnen zu zeigen, wie man aus einem langen
Text einen kurzen macht und
trotzdem die wichtigen Dinge
nicht vergisst. Es war ein schweres Unterfangen, denn Volksschulkinder,
auch wenn sie schon in der 4. Klasse sind, empfinden es noch immer als
äußerst anstrengend, viel zu lesen. Besonders die weniger begabten
Kinder ächzten und stöhnten – verständlich! Wir
einigten uns also darauf, dass die Kinder die Informationen mit mir
gemeinsam auswählten. Wir suchten leichtere Texte, passende Stellen in
Sachunterrichtsbüchern. Dann
wies ich die Kinder an, im ersten Schritt in den gewählten Texten die
wichtigen Dinge zu unterstreichen um sie anschließend in einen Text
verpacken zu können. Nach
nicht allzu langer Zeit konnte ich hier eine Kluft
zwischen den begabten und den
weniger begabten Schülern und Schülerinnen erkennen. Während sich
die weniger begabten Kinder weiterhin mehr oder weniger auf das
Abschreiben beschränkten, lernten die anderen schnell, übernahmen
Begriffe von anderen Klassenkameraden. Die Ausarbeitungen wurden von Mal
zu Mal besser. Die Freude
stieg und so kam es nicht einmal vor, dass einige Kinder freiwillig zu
Hause die Projektarbeit
fortsetzten. Es
war also hier gar nicht notwendig, die Kinder, denen es eher schwer
fiel, den Anforderungen gerecht zu werden, aktiv zu entlasten. Ich
brauchte gar nichts zu tun, denn es regelte sich alles von selbst. Die
„besseren“ Schüler und Schülerinnen arbeiteten mit Freude zu jeder
Gelegenheit freiwillig am Projekt weiter – dadurch wiederum wurde den
anderen ein Großteil der Arbeit abgenommen. Keiner allerdings hatte das
Gefühl, weniger zu beizutragen als der andere. Denn gerade, die
„schwachen“ Kinder hatten das Gefühl extrem viel zu tun, weil sie
es als harte Arbeit empfanden. (Das
bestätigte sich auch in den Fragebögen, die ich den Kindern nach
Fertigstellung des Lexikons ausfüllen ließ. Nahezu alle Kinder, bei
denen ich feststellen konnte, dass sie sich wirklich anstrengen mussten,
gaben auf die Frage: Was hat dir am heurigen Projekt nicht gefallen? das viele Lesen und
Schreiben an, während ein Großteil der anderen die Frage mit NICHTS
beantworteten.) Freilich
waren die Entwürfe, ganz egal, von wem ich sie erhielt, noch zu überarbeitenJ! Denn
nahezu alle Kinder hatten Begriffe übernommen, mit denen sie ganz und
gar nichts anfangen konnten – sie hatten teilweise Texte geschrieben,
die sie selbst nicht richtig verstehen konnten. (Ich
belauschte einmal zwei Mädchen, wobei die eine die andere fragte, was
denn imposant heiße. Die andere wusste es auch nicht. Lösung: „Na
is eh egal, ich schreib’s einfach!“) So wie hier wurde mit
vielen Begriffen verfahren: Renaissance-Schlösser romanische
Torbögen gotische
Kapellen geologische
Bruchstellen mittelalterliche
Eisenverschiffung der
Sitz des Protestantismus etc… (Um
die vielen Lachtränen, die mir beim Lesen der Entwürfe aus den Augen
traten, würde mich wahrscheinlich der ein oder andere beneiden! J) Ich
überarbeitete also zuerst die Entwürfe, ließ allerdings viele dieser
Fremdwörter in den Texten. Danach besprach ich mit den Kindern das, was
sie ausgearbeitet hatten, und erklärte ihnen die Begriffe, die sie
nicht verstanden. Aus diesem Grund entstanden die Fußnoten
im fertigen Lexikon. Im
nächsten Schritt ging es darum, das Grundgerüst des Lexikons
in den Computer einzugeben und in Form zu bringen. Hier arbeiteten
vor allem Schüler und Schülerinnen, die schnell arbeiten und mit den
Aufgaben, die sie im Unterricht zu erfüllen, früher fertig werden, als
andere. Ich legte den Kindern ein fertig formatiertes Dokument in MS
Word zurecht und erklärte ihnen die einzelnen Schritte:
Hier
ein Beispiel des Grundgerüsts:
Es dauerte selbstverständlich eine geraume Zeit, bis alle Texte im Computer vorhanden waren. Auf
der Suche nach Begriffen
Auf
der Suche nach Informationen
Ein
Lexikon ohne Bilder? Das
würde sich doch niemand anschauen! Es
ging also an die Bildersuche. Hier half uns die Suchmaschine GOOGLE, die eine eigene
Bildersuchmaschine anbietet. Das machte Spaß! Vor allem, wenn man sich
unbeobachtet fühlte und dann nicht den zu suchenden Begriff eingab,
sondern vielleicht den eigenen Namen und dann unzählige andere
„Ichs“ entdeckte, etc… Aber
auch hier waren einige Hürden zu überwinden: Nicht jedes Hadersdorf
liegt am Kamp! Nicht jede Riegersburg ist in Niederösterreich! Unter
welchem Namen sollte das Bild gespeichert werden? Wie geht das überhaupt? Hier
blieb mir nichts anderes übrig, als eine kleine List anzuwenden, zumal
wir die Bilder ja auch für den geplanten Internetauftritt (in diesem
Fall ist die Größe und auch die Benennung der Bilder von größter
Wichtigkeit, da man sonst die Übersicht verliert) des Lexikons
verwenden wollten. Ich
ließ die Kinder ihr Werk tun. Sie suchten und speicherten und das mit
Freude auch wenn hier Bilder dabei waren, die mit Niederösterreich
nicht das Geringste zu tun hatten. Sie lernten dabei mehr oder weniger
spielerisch, wie man Grafiken aus dem Internet auf dem eigenen Rechner
speichern kann. Ich selbst aber legte währenddessen einen Ordner mit den richtigen Bildern an. Diesen spielte ich dann einfach über den Kinderordner – Und sie haben nichts gemerkt! J Screenshot
der Google – Bildersuche:
Nun
durfte jede Gruppe die „eigenen“ Bilder ins Lexikon einfügen. Dies
fiel keinem einzigen Kind schwer, denn Ähnliches hatten sie im
Vorjahresprojekt schon erlernt. Es dauerte wieder eine geraume Zeit bis
alle Bilder eingefügt waren. Fertig! Nein,
doch noch nicht ganz! J Natürlich
war dieses Konzept noch zu überarbeiten. Das Seiten-Layout passte natürlich
in vielen Fällen nicht, die Bilder waren zu groß oder zu klein, die
Veränderung auf Seite 7 veränderte natürlich auch die Seite 45, da
das ganze Lexikon in einem Dokument verfasst wurde. Ich musste also jede
Seite noch einmal einrichten, so dass auch die Form gefällig aussah.
Ich fügte auch die Fußnoten ein, für die die Kinder eine Erklärung
wollten. Das Inhaltsverzeichnis wurde auch von mir allein erstellt –
die Kinder hätten es wohl zusammengebracht, nur bemerkte ich gegen Ende
des Projekts eine gewisse Müdigkeit: Herr und Frau Schüler hatten ihre
Arbeit getan. Sie wollten fertig sein und sie waren fertig. Und außerdem,
wenn sie doch ohnehin schon so viel gemacht hatten – ein bisschen
etwas darf die Frau Lehrerin nun auch zum Projekt beitragen! J 4.Ergebnis
1 Das
Ergebnis ist ein Lexikon von ca 60 Seiten, ein Werk, das die Kinder mit
sichtlichem Stolz betrachten. 5.Durchführung
2: Internetauftritt Hier
möchte ich vorweg erwähnen, dass an der Verwirklichung dieses
Projektsteils nur jene Schülerinnen und Schüler mitarbeiteten, die
auch wirklich wollten, die sich dafür interessierten und es gern taten. Schritt
1: Begriffserklärung
– Vertraut machen mit dem Begriff Webseite Ich
erklärte den Kindern anhand unserer Schulseite den Aufbau einer
„Homepage“ (natürlich in einfachster, nicht sehr tiefgreifender
Erklärung, da dies denn doch etwas zu schwierig gewesen wäre). Welche
Dateiendung hat ein solches Dokument? Wie
sieht HTML überhaupt aus? Welches
Programm kann uns helfen selbst so eine Seite zu erstellen? Was
bedeutet LINK? Etc… Schritt
2:
Erstellung der einzelnen Seiten Würde
ich jetzt behaupten, die Kinder meiner Klasse haben derartiges alleine
und selbstständig erstellt, müsste ich wohl auch behaupten, eine
Klasse von Wunderkindern unterrichten zu dürfen. Dem
war natürlich nicht so! Das Grundgerüst des Internetauftritts wurde
selbstverständlich von mir selbst in MS - Frontpage erstellt – die
Seiten waren vorhanden, Tabellen bereits eingefügt, sodass die Kinder
nur noch die Texte aus der fertigen Word – Datei des Lexikons kopieren
und einfügen mussten. Wie man Bilder einfügt und Texte bearbeitet,
zeigte ich ihnen und das konnten die Kinder im Nu. Interessierte durften
auch in meinem Beisein Links zu Folgeseiten einfügen. Besonderen
Gefallen fanden sie an der „Vorschau – Funktion“, die ihnen
zeigte, was passierte, wenn sie einen selbstgesetzten Link anklickten… Zu
finden ist die Seite unter folgender Adresse: http://www.vskrems-lerchenfeld.ac.at
unter dem Reiter „Projekte“ 6.Ergebnis
2: Unser
Lexikon im Internet
„Das ist mein Buchstabe.“
„Aggstein hab ich gemacht.“
„Das ist von uns.“
„Das bin ich!“
7.
Durchführung 3: Rätselheft Dies
sei nur der Vollständigkeit halber angefügt, weil unser Rätselheft
noch nicht völlig ausgereift ist. Die
Idee dazu kam von den Kindern selbst, allerdings erst knapp vor
Projektschluss! Sie
arbeiteten in den letzten Tagen fieberhaft an Kreuzworträtseln,
Suchbildern, malten Ritter, die Burgen in Niederösterreich suchen
sollen, etc… Im
Moment ist ein Teil bereits fertig und ich schicke ihn gerne mit. Die
einzelnen Seiten wurden wieder vorwiegend mit dem Programm MS Word
ausgearbeitet. Ein Suchrätsel wurde mit dem Programm „Hot Potatoes“
erstellt. Die Idee, Kalenderblätter herzustellen, kam von den Kindern
und erforderte keinen sehr großen Aufwand, da die leeren Kalenderblätter
schon fast fertig im Computer gespeichert waren. (Die Schüler haben im
Dezember 03 einen Kunstkalender erstellt und brauchten daher die
einzelnen Blätter nur noch etwas umändern.) 8.Rückblick Wie
von mir bereits erwähnt, erhielten die Kinder von mir nach
Fertigstellung des Lexikons einen Fragebogen mit folgenden Fragen:
Hier
kamen unverändert zu den Selbstbeschreibungen zu Beginn des Projekts
vorwiegend die Begriffe Freunde, Glücklichsein, Familie …
Hier konnte ich wieder diese Kluft zwischen den mehr und weniger begabten Kindern bemerken. Während die mehr begabten Schüler aus der Projektarbeit Wissen gespeichert hatten und Sehenswürdigkeiten, alte Burgen und Schlösser, schöne Städte und Natur angaben, beschränkte sich die andere Gruppe eher auf die unmittelbare Umgebung, auf die eigene Wohnung, die Freunde und Spielplätze.
Diese Frage wurde ausnahmslos von allen Kindern mit JA beantwortet.
Auch
hier zeigten sich wieder die beiden Gruppen – die einen konnten
durchaus einige Dinge aufzählen (vor allem Burgen und Schlösser,
Blockheide…). Die weniger begabte Gruppe wies sich hier durch eher spärliche
Kommentare aus, gab eher das wieder, was im Sachunterrichtsheft zu
finden ist (Niederösterreich hat 4 Viertel, Bäume, Flüsse, etc…also
nichts wirklich Konkretes)
Es
gab erstaunlicherweise kein Kind, der Klasse, das sich hier negativ geäußert
hätte. Doch wieder ist der Unterschied der beiden Gruppen bei der
Beantwortung zu erkennen. Während die einen die Frage mit einem
einfachen ALLES beantworteten, gingen die anderen viel genauer auf die
Frage ein. (Das Zusammenarbeiten mit meiner Freundin ;
das Arbeiten am Computer; das Nachforschen; das Ausarbeiten)
Hier
kamen genau die Punkte, die ich erwartet hatte: das viele Schreiben, das
Ausarbeiten, das Warten beim PC, das Wichtigste heraussuchen, aber in
vielen Fällen fand ich hier nur einen Strich.
Ein
Teil der Kinder beantwortete diese Frage lediglich mit dem Wort VIEL.
Die anderen wurden hier schon sehr konkret – gaben hauptsächlich die
selbst ausgearbeiteten Begriffe an. Einige gaben auch Computerwissen an.
Bis
auf eine einzige Ausnahme äußerten sich hier alle Kinder positiv.
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